Zoonotische Bedeutung von MRE: FAQs an der Schnittstelle Veterinär/Humanmedizin (ZooM)

Zuwendungsempfängerinnen: Dr. Stefanie Heinze / Prof. Dr. Caroline Herr

Institution: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Förderzeitraum: 1.1.2019 - 31.12.2021

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Projektbeschreibung

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Infektionen durch multiresistente Erreger (MRE) zu.

Die wichtigsten Erreger mit Antibiotikaresistenzen sind dabei multiresistente gramnegative

Erreger (MRGN) wie Extended-Spektrum β-Lactamase bildende Enterobakterien (ESBL), sowie Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA). Der Aspekt der zoonotischen Bedeutung von MRE spielt auch im privaten Bereich eine zunehmend größere Rolle, wird jedoch in bisherigen Empfehlungen wenig adressiert. Zudem erwerben viele Menschen (Landwirte, Tierärzte und deren Haushaltsmitglieder) MRE durch den Kontakt zu Nutztieren.

Die Publikationen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert Koch-Institut oder die Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) haben den Fokus auf der Formulierung von Empfehlungen für Gesundheitseinrichtungen zur Prävention nosokomialer Infektionen bzw. Prävention beruflicher Infektionsrisiken. Empfehlungen für den privaten Bereich oder für nichtmedizinische Einrichtungen fehlen. Das Thema der zoonotischen Bedeutung der Antibiotikaresistenz wird in den Ausführungen der KRINKO gestreift, jedoch werden keine spezifischen Ratschläge für diesen Bereich gegeben; diese fehlen auch in den TRBAs (250 für Mitarbeiter im Gesundheitswesen; 230 für Land/Forstwirtschaft; TRBA 260 Veterinärmedizin vergleichbare Tätigkeiten). Folglich fehlen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) Antworten auf viele Fragen, die das Thema MRE im privaten Bereich einschließlich zoonotischer MRE betreffen.

Das Projekt ZooM hat zum Ziel, die für den ÖGD (Human- und Veterinärmedizin) arbeitsrelevanten, offenen Fragen im Bereich der zoonotischen Bedeutung von MRE an der Schnittstelle Veterinär-/Humanmedizin zu identifizieren, zu beantworten und als FAQs zu disseminieren. Im Anschluss daran sollen die FAQs und deren Dissemination hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den Arbeitsalltag des ÖGD (Human- und Veterinärbereich), sowie deren Dissemination evaluiert werden.

Das Projekt ZooM wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungsnetzes Zoonotische Infektionskrankheiten.